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Wie die EEG-Reform künftig Renditen drückt

Es wurden zwei Szenarien betrachtet: feste Einspeisevergütung und einen Vergütungssatz nach einem Auktions­verfahren. Das Szenario des Auktionsverfahrens geht von einem Gebot von 6 Cent/kWh an einem wind­schwachen Standort aus. Daraus ergibt sich ein Vergütungswert von 7,74 Cent/kWh (Korrekturfaktor von 1,29).

Fazit der Analyse ist, dass die Erlöse stärker einbrechen werden, als durch Kosteneinsparungen wieder kompensiert werden kann. Um die Renditen im neuen System zu halten müssten 21 % der Betriebskosten oder 10 % der Investitionskosten eingespart werden.

Beispiel EK-Rendite Windpark Onshore

Lesebeispiel:
Im Rahmen des aktuellen EEG bringt dieser Windpark 6,48 % Rendite – wenn er über 20 Jahre so viel Windstrom produziert wie im Gutachten prognostiziert. Werden nur 95 % davon erreicht, fällt die Rendite auf 3,87 %. Nach der EEG-Reform würde der Windpark dann bereits in die Verlustzone rutschen (-0,1 %). Die für die Analyse betrachteten Windenergieanlagen haben 2,4 Megawatt Nennleistung, bei 117 Metern Rotor­durchmesser.

 

bizz energy – das Wirtschaftsmagazin, Ausgabe Februar 2016