← Zurück zu den Referenzen

Was Auktionen bringen werden

Süddeutsche Windanlagen kommen in die Bredouille. Das Bieterverhalten hängt an der Renditeerwartung, wie die spieltheoretische Analyse von bizz energy Research zeigt.


Bei einem Auktions-Gebotswert von 6,00 Cent/kWh bringt der Nürnberger Windpark rund zwei Prozent Rendite vor Steuern, der Kieler Park im Standortvergleich mehr als vier Prozent – vorausgesetzt, dass Investitions- und Betriebskosten gegenüber der “alten Welt” vor Auktionseinführung um je fünf Prozent sinken:

 

Unsere Analyse zeigt, dass der Korrekturfaktor für verschiedene Standortqualitäten die Kosten stark beeinflusst. Die Strom­gestehungskosten sind für Standorte mit einer geringeren Qualität als 70 Prozent am höchsten. 70 Prozent-Standorte können aufgrund des Korrekturfaktors den günstigsten Preis bieten. Zugleich weisen die meisten Windparks eine Standortqualität von 70 Prozent auf.

Ausgehend von unserer Markteinschätzung erwarten wir basierend auf der Spieltheorie verschiedene Bieter-strategien unterschiedlicher Akteure: Jeder Akteur gibt sein Gebot mit dem Ziel ab, einen möglichst hohen Preis mit Zuschlag zu erhalten. Hierbei werden die Kosten und Renditeerwartungen sowie das erwartete Bieterverhalten der Wettbewerber einbezogen.

Vorsteuerrendite über Gebotswert für Stadtwerke, Renten- und Pensionsfond, Bürgerwindpark etc.

bizz energy – das Wirtschaftsmagazin für die Energiezukunft, Ausgabe Oktober 2016