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Abgeregelter Strom: Schlummernde Schätze

Massenhaft grüner Strom geht verloren, weil es nicht genügend Leitungskapazität gibt. Im Jahr 2017 wurden 5,52 TWh Strom aus erneuerbaren Energien abgeregelt.

Einspeisemanagement bedeutet, dass auf Verlangen des Netzbetreibers die Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien und KWK-Anlagen abgeregelt wird. Die dabei abgeregelte Energie bezeichnet man als Ausfallarbeit.

Die Abregelung betrifft mit 80,85 % des gesamten abgeregelten Stromes vor allem Onshore-Windenergieanlagen. Dabei ist die Ausfallarbeit in Schleswig-Holstein besonders hoch. Im nördlichsten Bundesland gibt es die meisten Windkraftanlagen bei relativ geringer Nachfrage. Schleswig-Holstein hätte daher das Potenzial, zum Schlüsselland der Sektorenkopplung zu werden.

Stormerzeugung und-abregelung 2017

Der überschüssige Strom bietet ein hohes Nutzungspotenzial. Statt abzuregeln könnte man die nicht benötigte Energie zur Herstellung von Wasserstoff mit dem Power-to-Gas-Verfahren (P2G) nutzen. Der grüne Wasserstoff wiederum ließe sich vielfältig einsetzen, beispielsweise zum Antrieb von Fahrzeugen. Damit P2G wirtschaftlich einsetzbar wird, müssen die Abgabenlasten für die Technologie verringert werden.

Potential Verkehr

 

bizz energy – das Wirtschaftsmagazin für die Zukunft, Ausgabe September 2018