EEG-Rechner

In unserem EEG-Rechner können Sie für Ihre Wind Onshore-Anlage die gesetzliche Vergütung bzw. Markprämie des Zeitraums 2000 bis 2018 abfragen. Berücksichtigt wird in beiden Fällen ausschließlich der Bezugszeitraum von 20 Jahren.

Angezeigt werden Ihnen ebenfalls für die Jahre 2009 bis 2014 Ihre Boni für Repowering und/oder SDL sowie die Managementprämie, die im Falle der Direktvermarktung durch das Marktprämienmodell ab 2012 gewährleistet wurde. Da diese Prämie von einer zuverlässigen Produktionsprognose von Betreiber und Direktvermarkter abhängig ist, wird Ihnen eine Betragsspanne angezeigt.

Degression

Die Absenkung der anzulegenden Werte ab Oktober 2017 und den folgenden Quartalen ab 2018 ist abhängig vom Bruttozubau. Zum 01. Oktober 2017 ist die höchste Degressionsstufe von 2,4 % wirksam und wird zum 01. Januar 2018 fortgeführt.

Pilotwindanlagen

Für Pilotwindanlagen, die vor 2019 genehmigt und in Betrieb genommen werden, gilt die gesetzliche Übergangsregelung. Die Werte ergeben sich aus der Tabelle für die gesetzliche EEG-Vergütung. Ab 2019 werden sie mit dem durchschnittlichen Höchstgebotswert aus den drei Gebotszuschlägen des Vorvorjahres vergütet.

 


Repowering & SDL-Bonus

Mit dem EEG 2009 wird erstmals ein Repowering-Bonus eingeführt, der die Anfangsvergütung erhöht. Er wird „für Strom aus Windenergieanlagen, die im selben oder einem angrenzenden Landkreis eine oder mehrere Anlagen endgültig ersetzten (Repowering-Anlagen)“ gewährt. Diese müssen mindestens 10 Jahre nach den ersetzten Anlagen in Betrieb genommen worden sein und dürfen das Zweifache der Leistung nicht unter- sowie das Fünffache der ersetzten Leistung nicht überschreiten. Es wird weiter ein Systemdienstleistungsbonus für Windenergieanlagen gewährt, um den sich die Anfangsvergütung erhöht, wenn „die Anlage vor dem 01. Januar 2014 in Betrieb genommen wurde und ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme (IBN) die Anforderung nach EEG 2009 §64 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 nachweislich erfüllt.“ Für Strom aus Windenergieanalgen, die zwischen dem 01. Januar 2011 und 01. Januar 2009 in Betrieb genommen wurden, erhöht sich die Anfangsvergütung für die Dauer von fünf Jahren um +0,7 Cent/kWh sobald sie in Folge einer Nachrüstung vor dem 01. Januar 2011 die Anforderung nach EEG 2009 §64 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 erstmals einhalten.

Im EEG 2012 wurde die Zahlung des Systemdienstleistungsbonus für Neuanlagen zur Anfangsvergütung fortgeführt, wenn die IBN vor dem 01. Januar 2015 stattgefunden hat. Für Altanlagen wurde der Bonus um +0,7 Cent/kWh verlängert, wenn die Anlage vor dem 01. Jan 2009 in Betrieb genommen wurde und die Umrüstung nach dem 01. Januar 2012 und vor dem 01. Januar 2016 stattgefunden hat.
Der Bonus für Repowering wurde ebenfalls fortgeführt und weiterhin zur Anfangsvergütung gewährt, wenn das IBN-Jahr der ersetzten Anlage vor dem 01. Januar 2002 war, die installierte Leistung mindestens das Zweifache der ersetzten Anlage beträgt und die Anzahl der Repowering-Anlangen die der ersetzten Anlagen nicht übersteigt.

Mit der Einführung des EEG 2014 wurde der Systemdienstleistungsbonus für Neuanlagen sowie der Repowering-Bonus ab dem 01. August 2014 gestrichen. Der Systemdienstleistungsbonus für Altanlagen wird weiterhin gewährt, wenn die Nachrüstung im IBN-Jahr vor dem 01. Januar 2009 erfolgte.

 

Managementprämie

Um den Strom aus erneuerbaren Energien näher an den Börsenmarkt zu führen, schaffte der Gesetzgeber mit dem Inkrafttreten des EEG 2012 erstmals Anreize. Anlagenbetreiber erneuerbarer Energien ist es möglich in Form des Marktprämienmodells ihren Strom an der Börse zu vermarkten. Dafür erhalten sie den Strommarkterlös der Börse und eine sogenannte Managementprämie, die den Mehraufwand durch die Umrüstung zur Fernsteuerbarkeit und Vermarktungsrisiken auf Seiten der Anlagenbetreiber auffangen soll. Anlagenbetreiber konnten zudem monatlich zwischen dem System der Festvergütung und der Marktprämie wählen und wechseln. Die Summe der Vergütung ergibt sich aus drei Faktoren: Strommarkterlös, Marktprämie und Managementprämie. Die Höhe der Marktprämie berechnet sich aus der Differenz zwischen EEG-Vergütung und dem durchschnittlichen Börsenstrompreis.

Mit dem EEG 2014 ändern sich die Parameter für die Vermarktung des Windstroms mit dem Zweck erneuerbare Energien stärker als bisher in den Markt zu integrieren. Es besteht ab August 2014 für Neu- und Bestandsanlagen eine verpflichtenden Direktvermarktung der erzeugten Energie, die ebenfalls mit einer verpflichtenden Fernsteuerbarkeit der Anlagen einhergeht. Neuanlagen im Sinne des EEG 2014 sind alle Anlagen, die nach dem 01. August 2014 in Betrieb genommen, zum 23. Januar 2014 noch nicht nach BImSchG genehmigt wurden und mehr als 500 kW (ab 2016 >100 kWh) Leistung erbringen.

Verbraucht der Anlagenbetreiber seinen produzierten Strom nicht selbst und ist zudem kein selbstständiger, aktiver Akteur der Strombörse, muss der Strom über einen Direktvermarkter an der Strombörse gehandelt werden. Nach dem Verkauf erhält der Anlagenbetreiber die sogenannte Marktprämie je kWh eingespeister Energie. Diese setzt sich in der Summe aus dem Börsenerlös und der mindestens verbleibenden Differenz zur fixen Einspeisevergütung zusammen. Die ehemalige Managementprämie entfällt für Neuanlagen zum 01. August 2014 bzw. geht durch das Marktprämienmodell in der Gesamtvergütung (Marktprämie) auf.


Zu Ihrer Information:

§36h Abs 1 EEG Anzulegender Wert für Windenergieanlagen an Land

 

Die Ausschreibungstermine bis 2020 in der Übersicht:

Haftungsausschluss: Die Berechnungsmodule dienen nur der Orientierung und ersetzen nicht die Ermittlung der individuellen Standortsituation auf Basis konkreter Werte. bizz energy Research haftet nicht für Fehler in den Berechnungsalgorithmen und behält sich den Irrtum vor.