Aktives Lastenmanagement

Optimierungs des Netto-Cashflows

Als Beispiel wurde ein Windpark mit 6 Anlagen und einer Anlagenleistung von je 2 MW ausgewählt. Im Basisszenario wird von einem Windpark mit zwanzigjähriger Betriebszeit ausgegangen, der über einen fünfzehnjährigen Vollwartungsvertrag verfügt und keine Schäden aufweist. Erfahrungswerte zeigen jedoch, dass Anlagen selten Schadensfreiheit aufweisen und besonders mit Beendigung des Vollwartungsvertrags nur noch vorgeschriebenen Wartungsarbeiten an ihnen durchgeführt werden. Zu diesem Kostenaufwand addieren sich mögliche Anlagenschäden.

Diagramm: Sie sehen in den Abbildungen drei unterschiedliche Farben. Die in grau dargestellte Fläche entspricht der Überschneidung von dem statischen Basisszenario und dem jeweils ausgewählten Referenzszenario. Der Cashflow des Basisszenarios wird in der Farbe Rot dargestellt, die entsprechende Fläche ist also dann sichtbar, wenn das Basisszenario höher ist als das ausgewählte Referenzszenario. Sofern im Referenzszenario der Netto-Cashflow höher ausfällt als im Basisszenario ist dies in türkis abgebildet.

Die Entscheidung zum aktiven Lastenmanagement (AL) kann einen reibungslosen Anlagenbetrieb auch nach Ablauf des Vollwartungsvertrags und einem Betrieb über weitere 5 Jahre sicherstellen. Obgleich mit aktivem Lastenmanagement eine Ertragsminderung einhergeht, kann die Gesamtwirtschaftlichkeit des Projekts gesteigert werden. In verschiedenen Szenarien können Sie zwischen unterschiedlichen Betriebszeiten, Eintragsbußen durch ein aktives Lastenmanagement und Schadensfällen, dessen Auftreten 2 Jahre nach Ablauf der Vollwartung in Jahr 17 angenommen wird, auswählen und sehen, wie deutlich Erträge und damit der Cashflow von der projektierten Situation abweichen.

Sie können ebenfalls Szenarien auswählen, in denen von einem Betrieb um weitere 5 Jahren ausgegangen wird sowie zwischen ein oder mehrere Blattlager- und/oder Getriebeschäden wählen. Je nach Szenario kann sich dadurch zwar der Netto-Cashflow in einzelnen Jahren verringern oder gar negativ sein, dafür kann sich am Ende der Betriebsdauer jedoch der gesamte Netto-Cashflow erhöhen. Besteht eine Vollwartung bis Jahr 21 ohne einen fünfjährigen Weiterbetrieb, wirken sich mögliche Schäden nicht kaufmännisch aus. Treten sie während eines Weiterbetriebes auf (ab Jahr 22) werden sie nicht mehr behoben und die Anlage wird aus der Produktion herausgerechnet.

Die verschiedenen Szenarien verdeutlichen, dass ein aktives Lastenmanagement, Schäden an einzelnen Komponenten sowie der Betrieb über weitere 5 Jahre große Auswirkungen auf den langfristigen Netto-Cashflow haben können. Neben dem Einfluss des aktiven Lastmanagements auf den Netto-Cashflow hat bizz energy Research ebenfalls die Auswirkungen von Gondelfehlausrichtungen und Blattlagerschäden analysiert. Auch für diesen Hebel zur Optimierung Ihres Windparks haben wir auf unserer Website ein anschauliches Beispiel mit verschiedenen Szenarien: Gondelfehlausrichtung. Das gewählte Beispiel dieser Benchmarking-Tools basiert auf einem realen Park. Wenn Sie Interesse haben, von uns Szenarien für Ihren eigenen Park entwickeln zu lassen, wenden Sie sich sehr gerne an uns und wir unterbreiten Ihnen ein individuelles Angebot.

Sie erreichen uns per E-Mail research@bizz-energy.com oder telefonisch +49 40 22 65 923 90.